Roulette
Der Spielablauf
Ziel ist es, in jedem einzelnen Spiel
(Coup) im vorhinein zu erraten, auf welche Zahl die Kugel
fallen wird.
Mit der Aufforderung „Faites
vos jeux!“ („Machen Sie Ihr Spiel!“, engl.
„Make your bets!“) bittet der Croupier die Spieler
um ihre Einsätze. Diese werden mit Jetons geleistet.
Entweder legt der Spieler selbst seine Jetons auf das Tableau
oder er bittet den Croupier, dies für ihn zu tun und
nennt (annonciert) die Zahl oder Zahlengruppe, auf die er
setzen möchte.
Die Einsätze müssen zumindest
das an jedem Tisch angegebene Minimum betragen und dürfen
das je nach Wettart unterschiedliche Maximum nicht überschreiten.
Sind die Einsätze getätigt,
setzt der Croupier die Roulette-Scheibe in Bewegung und wirft
die Kugel gegen die Drehrichtung in den Zylinder. Nach der
Ansage „Rien ne va plus.“ („Nichts geht
mehr.“, engl. „No more bets.“) darf nicht
mehr gesetzt werden. Sobald die Kugel in einem Nummernfach
liegen bleibt, sagt der Croupier die Gewinnzahl, deren Farbe
und die weiteren gewinnenden einfachen Chancen (siehe unten)
laut an, und zeigt mit seinem Rechen (Rateau) auf die Gewinnzahl.
Zunächst werden die verlierenden
Einsätze, die sogenannte Masse, eingezogen; sodann werden
alle Chancen, die mit der Gewinnzahl zusammenhängen,
ausbezahlt.
Die Wettmöglichkeiten
Einfache Chancen
Die beliebteste Wettart beim Roulette
sind die Wetten auf die einfachen Chancen. Die Nummern 1–36
sind auf drei verschiedene Arten in Zahlengruppen zu je 18
Nummern eingeteilt, diese sind:
* Rouge (Rot, engl. Red) und Noir
(Schwarz, engl. Black),
* Pair (Gerade, engl. Even) und Impair (Ungerade, engl. Odd),
sowie
* Manque (Niedrig, engl. 1–18) und Passe (Hoch, engl.
19–36).
Im glücklichen Fall erhält
man einen 1:1-Gewinn ausbezahlt.
Mehrfache Chancen
* Plein, engl. Full number: Man setzt
auf eine der 37 Zahlen, die Auszahlungsquote beträgt
35 : 1.
* Cheval, engl. Split: Man setzt auf zwei auf dem Tableau
benachbarte Zahlen, z. B. 0/2 oder 13/14 oder 27/30, die Auszahlungsquote
beträgt 17 : 1.
* Transversale pleine, engl. Street: Man setzt auf die drei
Zahlen einer Querreihe des Tableaus, also z. B. 19, 20 und
21, die Auszahlungsquote beträgt 11 : 1. Tätigt
man den Einsatz nicht selbst und bittet den Croupier, die
Jetons zu platzieren, so nennt man bei einer Wette auf eine
Zahlengruppe immer die niedrigste und die höchste Nummer.
In diesem Beispiel also „Transversale 19–21“.
* Les trois premiers, engl. First three: Man wettet auf die
ersten drei Nummern, d. h. auf 0, 1 und 2; die Auszahlungsquote
beträgt wie bei der Transversale pleine 11 : 1.
* Carré, engl. Corner: Man setzt auf vier auf dem Tableau
angrenzende Nummern, z. B. 23/24/26/27. Die entsprechende
Annonce lautet „Carré 23–27“; die
Auszahlungsquote beträgt 8 : 1.
* Les quatre premiers, engl. First four: Man setzt auf die
ersten vier Zahlen, d. h. auf 0, 1, 2 und 3. Die Auszahlungsquote
beträgt wie beim Carré 8 : 1.
* Transversale simple, engl. Six line: Man setzt auf die sechs
Zahlen zweier aufeinanderfolgender Querreihen des Tableaus,
z. B. auf die Zahlen 4, 5, 6, 7, 8 und 9. Die entsprechende
Annonce lautet „Transversale 4–9“, die Auszahlungsquote
beträgt 5 : 1.
* Douzaines, engl. Dozens: Die Zahlen 1–36 sind in drei
Dutzende eingeteilt, die Gewinnquote beträgt jeweils
2 : 1
o 12P, Premier, engl. First dozen. Erstes Dutzend, die Zahlen
1–12
o 12M, Milieu, engl. Second dozen. Mittleres Dutzend, die
Zahlen 13–24
o 12D, Dernier, engl. Third dozen: Letztes Dutzend, die Zahlen
25–36
* Colonnes, engl. Columns: Eine andere Einteilung in drei
Gruppen von jeweils 12 Zahlen bilden die Kolonnen, die Gewinnquote
beträgt so wie bei den Dutzenden jeweils 2 : 1.
o Colonne 34: Die erste Kolonne umfasst die Zahlen 1, 4, 7,
10, ..., 34
o Colonne 35: Die mittlere Kolonne umfasst die Zahlen 2, 5,
8, 11, ..., 35
o Colonne 36: Die letzte Kolonne umfasst die Zahlen 3, 6,
9, 12, ..., 36.
Anmerkungen:
* Gewinnende Einsätze werden
natürlich rückerstattet, d. h. hat man 10 €
auf ein Carré gesetzt und gewonnen, so erhält
man einen 8 : 1-Gewinn, also 80 € und den ursprünglichen
Einsatz, insgesamt also 90 €, zurück.
* Die Gewinnquoten errechnen sich allgemein wie folgt: Man
dividiert die Zahl 36 – bei der Berechnung der Gewinnquoten
wird so verfahren, als ob es nur 36 statt 37 Nummern gäbe
– durch die Anzahl der besetzten Nummern und zieht davon
eins ab: Bei einem Carré sind vier Nummern besetzt,
die Gewinnquote beträgt daher 36/4 - 1 = 8.
* Die einfachen Chancen, Dutzende und Kolonnen werden als
niedrige Chancen bezeichnet, die übrigen Wettarten als
hohe Chancen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Roulette_(Gl%C3%BCcksspiel)#Der_Spielablauf
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